Hunde im Alter

1. Mein Leben dauert zehn bis fünfzehn Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden Bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst!

3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon!

4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein. Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde - ich aber habe nur Dich!

5. Sprich manchmal mit mir. Auch wenn ich Dein Wort nicht ganz verstehe, so aber die Stimme, die sich an mich wendet!

6. Wisse: Wie immer Du mit mir umgehst - ich vergesse es nie!

7. Bedenke, bevor Du mich schlägst, dass mein Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zu zerquetschen vermögen, ich aber davon keinen Gebrauch mache!

8. Bevor Du mich bei der Arbeit tadelst, bedenke - vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz!

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt!

10. Gehe jeden schweren Gang mit mir! Alles ist leichter für mich mit Dir!
Sage bitte nie: "Ich kann so etwas nicht sehen" Oder "Es soll in meiner Abwesenheit geschehen." Alles ist viel leichter für mich, mit Dir..!!!

wie alt ist mein hund

Das ein Hundejahr 7 Menschenjahren entspricht ist schlicht falsch. So tritt beim Hund z.B. die Geschlechtsreife mit 7-11 Monaten ein, was beim Menschen nun doch noch etwas länger dauert. Auch die Grösse des Hundes ist ausschlaggebend. So werden Dackel im allgemeinen älter als Deutsche Doggen. Die folgende Tabelle ist also kein "Muss" sonder ein "Kann".

Hundejahre Menschenjahre
  große Rassen
über 45 kg
mittlere Rassen
15-45 kg
kleine Rassen
bis 15 kg
0,5 Jahre 8 Jahre 10 Jahre 15 Jahre
1 Jahre 14 Jahre 18 Jahre 20 Jahre
1,5 Jahre 18 Jahre 21 Jahre 24 Jahre
2 Jahre 22 Jahre 27 Jahre 28 Jahre
3 Jahre 31 Jahre 33 Jahre 32 Jahre
4 Jahre 40 Jahre 39 Jahre 36 Jahre
5 Jahre 49 Jahre 45 Jahre 40 Jahre
6 Jahre 58 Jahre 51 Jahre 44 Jahre
7 Jahre 68 Jahre 57 Jahre 48 Jahre
8 Jahre 76 Jahre 63 Jahre 52 Jahre
9 Jahre 85 Jahre 69 Jahre 56 Jahre
10 Jahre 94 Jahre 75 Jahre 60 Jahre
11 Jahre 99 Jahre 80 Jahre 64 Jahre
12 Jahre   85 Jahre 68 Jahre
13 Jahre   90 Jahre 72 Jahre
14 Jahre     76 Jahre
15 Jahre     80 Jahre
16 Jahre     84 Jahre
17 Jahre     88 Jahre
18 Jahre     92 Jahre
19 Jahre     96 Jahre
20 Jahre     99 Jahre


Veränderungen

Für den Umgang mit einem älteren Hund ist viel Geduld nötig, denn er wird einfach etwas langsamer. Bei älteren Hunden lässt häufig die Sehkraft nach. Auch das Gehör und andere Sinne, einschließlich des Geruchssinns, können beeinträchtigt werden. Dadurch verlieren die Tiere leicht die Orientierung und finden sich ohne ihre Besitzer nicht mehr zurecht. Achten Sie also darauf, sich auf Ihren Spaziergängen nicht allzu weit von Ihrem Hund zu entfernen.

Unternehmen Sie mit Ihrem Hund kürzere, dafür aber häufigere Spaziergänge. Achten Sie darauf, dass er sich nicht zu sehr verausgabt. Wenn es regnet oder schneit, trocknen Sie ihn nach Ihrer Rückkehr zu Hause gründlich ab. Wenn der Boden vereist ist bzw. Salz oder Split gestreut wurde, reinigen und trocknen Sie seine Pfoten.

Ernährung

Da Ihr Hund mit zunehmendem Alter auch träger wird, verbraucht er weniger Energie. Daher werden Sie möglicherweise seine Futtermenge reduzieren bzw. auf Seniorenfutter umsteigen müssen.

Tierarzt

Wenn Sie es nicht schon immer getan haben, tun Sie es jetzt, gehen Sie mit Ihrem Hund regelmässig zum Tierarzt. Ältere Hunde haben, wie auch wir Menschen, mit altersbedingten Zipperlein zu kämpfen. Lassen Sie regelmässig untersuchen, ob alle wichtigen Organe wie Haut, Herz, Leber und Nieren gesund sind.

Der Abschied

Irgendwann wird der Tag kommen, wo man Abschied nehmen muss. Bitte lassen Sie Ihren Hund diesen Weg nicht alleine gehen, er war immer für Sie da, nun müssen Sie für ihn da sein. "ich kann das nicht" zählt nicht. Sie können (sag ich aus eigener Erfahrung) und Sie sind es ihm schuldig.

Zerbrechen Sie Sich nicht jetzt den Kopf, wie Sie erkennen sollen, ob Sie Ihren Hund einschläfern lassen müssen. Wenn es soweit ist, werden Sie es wissen. Aber es wird eine schwere Entscheidung sein, Sie werden Gewissensbisse bekommen: "Hab ich richtig gehandelt? Hätte man nicht noch etwas tun können? Habe ich überhaupt das Recht über ein Leben zu entscheiden?" Solche Fragen werden kommen während Sie trauern, aber der Spruch "Die Zeit heilt alle Wunden" trifft zu, auch wenn man es in der ersten Zeit nicht glauben will.

Übrigens ist es ein Irrglaube, dass man grössere Hunde nicht im eigenen Garten beerdigen dürfe. Das gilt nur, wenn man in einem Wasserschutzgebiet wohnt. Aber wer wohnt da schon?

Wenn Sie keinen Garten haben, wird Ihnen Ihr Tierarzt sicher Adressen von Tierkrematorien nennen können. Dort wird Ihr Hund eingeäschert und Sie erhalten eine Urne. Das ist nicht ganz billig, der Preis richtet sich nach der Grösse des Hundes. Für einen grossen Hund können das gut und gerne 300 Euro sein.

Auch haben Sie die Möglichkeit, sich an einen der zahlreichen Tierbestatter zu wenden. Wo Sie einen in Ihrer Nähe finden, wird Ihnen der Bundesverband der Tierbestatter e.V. sagen können.

Zu guter letzt können Sie Ihren Hund auch über den Tierarzt "entsorgen" lassen. Dies geschieht über die Tierkörperbeseitigungsanstalt, mit anderen Worten: er landet im Müll. Und das hat er sicher nicht verdient.

 

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